Ansichtssache: Halle an der Saale

Halle an der Saale

Einleitung

Die Stadt Halle hat bekanntermaßen Probleme. Zum Beispiel Arbeitslosigkeit, Leerstand und Verfall. Nicht umsonst gibt es die Website hoelle-saale.de. Was dort präsentiert wird, stimmt zwar. Aber es ist nicht alles. Ich will hier im Laufe der nächsten Tage meine persönliche Sicht von Halle wiedergeben. Denn trotz aller Probleme: Es hat auch Verbesserungen gegeben, die meiner Meinung nach dokumentiert gehören. Außerdem will ich an dieser Stelle Stadtansichten zeigen, die wohl sonst eher wenig bekannt sind.

Panorama des Paulusviertels

Panorama des Paulusviertels
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Vom vierten Stock des Hotels am Wasserturm aus aufgenommenes Panorama. Rechts im Bild ist die Pauluskirche zu sehen.

Joliot-Curie-Platz

Joliot-Curie-Platz, im Hintergrund: Stadttheater
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Joliot-Curie-Platz, im Hintergrund: Hauptpostamt
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Joliot-Curie-Platz. Hier verlief einst die Stadtmauer, und hier stand auch ein bedeutendes Stadttor. Im Hintergrund zu sehen sind Stadttheater bzw. Hauptpostamt.

Hallmarkt

Hallmarkt mit Göbelbrunnen, dahinter die Westtürme der Marktkirche Unser Lieben Frauen
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Hallmarkt mit Göbelbrunnen, dahinter die Westtürme der Marktkirche Unser Lieben Frauen. Halle hat drei Marktplätze: Den Hauptmarkt, den Hallmarkt und den alten Markt. Am Hallmarkt befanden sich Solequellen, welche zur Salzgewinnung genutzt wurden. Leider stören die Taxis die ansonsten exzellente Perspektive (der Göbelbrunnen wird von ihnen teilweise verdeckt).

Universitätsplatz


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Universitätsplatz

Fachwerkhäuser am Alten Markt

Fachwerkhaus, teilweise mit Efeu bewachsen
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Am alten Markt kreuzten sich drei wichtige Handels- und Heeresstraßen. Hier entstand auch früh eine Fernhandelssiedlung. Das Bild zeigt eines der schönsten Fachwerkhäuser in Halle. Leider wurde es mit Grafitti beschmiert (im Bild nicht zu sehen).

Sternstraße

Sternstraße - ein komplett restaurierter Straßenzug
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Gebäude Kleiner Berlin 2, Ecke Sternstraße
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Meiner Meinung nach der schönste und am besten rekonstruierte Straßenzug Halles.

Synagogendenkmal an der Großen Berlin

Erhaltenes Portal der 1938 zerstörten jüdischen Synagoge
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Nahe dieser Gedenkstätte stand die hallesche Synagoge von 1870. In der Pogromnacht vom 9. Nov. 1938 wurde sie durch die Faschisten zerstört. Erhalten blieb nur das Portal zum Großen Berlin. 1965 wurde es Teil einer Gedenkstätte für die Opfer unter unseren jüdischen Mitbürgern. Im Rahmen der Neubebauung wurde 1984 das Portal geborgen und im Jahre 1987 in neuer architektonischer Fassung an dieser Stelle wiedererrichtet.
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Zunächst dachte ich, das völlig alleinstehende Tor sei ein Überbleibsel der Bombenangriffe auf Halle. Bis ich die in den Boden eingelassene Tafel las.
Die Inschrift lautet: "Nahe dieser Gedenkstätte stand die hallesche Synagoge von 1870. In der Pogromnacht vom 9. Nov. 1938 wurde sie durch die Faschisten zerstört. Erhalten blieb nur das Portal zum Großen Berlin. 1965 wurde es Teil einer Gedenkstätte für die Opfer unter unseren jüdischen Mitbürgern. Im Rahmen der Neubebauung wurde 1984 das Portal geborgen und im Jahre 1987 in neuer architektonischer Fassung an dieser Stelle wiedererrichtet."

Franckesche Stiftungen

Lindenhof der Franckeschen Stiftungen- Blickrichtung Waisenhaus
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Urnenförmiges Denkmal zu Ehren von August Hermann Francke
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Lindenhof der Franckeschen Stiftungen- Blickrichtung Franckedenkmal
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Die Lindenallee im Innenhof der Frankeschen Stiftungen. Das Denkmal zu Ehren von August Hermann Francke steht in einer Seitenstraße.

"Zwischennutzungsfläche" am Töpferplan

Ein Meer von Studentenblumen auf brachliegendem Bauland
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Detail: Honigbiene auf Studentenblume

Diese Fläche ist eigentlich Bauland, welches ab 2007 genutzt werden wird. Anstatt es bis dahin mit Unkraut überwuchern zu lassen, entschied sich die Stadt Halle hier einen Blumengarten anzulegen (Link).

Stadtgottesacker

Grabstein, teilweise mit Efeu bewachsen
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Grabstein mit dem Relief einer schlafenden Frau
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Überwachsene Grabplatte mit der Darstellung einer liegenden Figur
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Zwei liegende Grabplatten mit Kreuzrelief
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Eine Grabreihe, mit Moosen und Farnen urtümlich bewachsen
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Ein sehr schöner, alter Prominentenfriedhof aus der Zeit der Renaissance. Hier ist auch August Hermann Francke bestattet. Seit 2000 sind Urnenbestattungen hier wieder möglich.

Leipziger Turm

Der ca. 8 Stockwerke hohe Leipziger Turm, ein Rundturm.
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Der Leipziger Turm an der Ecke Leipziger Straße / Hansering. Ein Überrest der ursprünglichen Stadtbefestigung. Neben dem Leipziger Turm, am Eingang zur Leipziger Straße, stand einst das Galgtor. Halle besaß mal ursprünglich sechs Stadttore. Die anderen fünf hießen: Ulrichstor, Steintor, Rannisches Tor, Moritztor, Klaustor.

Reste der Stadtmauer

Reste der Stadtmauer am Waisenhausring
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Reste der Stadtmauer an der Moritzkirche
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Reste der Stadtmauer. Die Stadtmauer selber ist an zwei Stellen erhalten: Am Hallorenring sowie am Waisenhausring. Da anstelle der Stadtmauern eine Ringstraße mit öffentlichen Plätzen angelegt wurde, kann der Verlauf der Stadtmauern noch anhand des Altstadtringes nachvollzogen werden:

Hallenser Dom

Der Dom, vom Domplatz aus gesehen. Der Hallenser Dom hat keine Türme!
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Das Orgelspiel des Domes
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Die steinerne Kanzel mit Figurenrelief
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Dom und Orgel des Hallenser Domes. Das besondere am Hallenser Dom ist, dass er keine Türme besitzt. Der Dom kann nur selten besichtigt werden; im Rahmen der derzeitigen Ausstellung "Der Kardinal - Albrecht von Brandenburg" (bis 26.11.2006) ist dies jedoch möglich.

Wirtshaus "Alt Halle"

Fachwerkhaus "Alt Halle", Kleine Ulrichstr. 33
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Das Wirtshaus "Alt Halle" in der kleinen Ulrichstraße.

Bemalte Hauswänder in der Großen Klausstraße und in der Delitzscher Str.

Bemalte Hauswand, gezeigt wird ein zusätzlicher Straßenzug mit Häusern sowie einem Umzug zw. einer Demonstration
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Bemalte Wand im Stil der italienischen Renaissance, gezeigt werden Händeldenkmal, Marktkirche und andere Gebäude und Personen von Halle
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Diese "Grafittis" sind ausnahmsweise einmal keine Schmiererei: In der großen Klaussraße wurde ein zusätzlicher Straßenzug auf eine Hauswand gemalt. In dieser gemalten Gasse findet -von den Sonnenschirmen im Bild verdeckt- ein Tumult statt. Vielleicht spielt die Szene auf eine einstmals hier mündende Gasse an, die Ellenbogengasse.

Im Hinterhof des Saale-Restaurants an der Delitzscher Straße befindet sich ein weiteres kunstvolles Gemälde, welches Szenen und Gebäude aus Halle zeigt.

Jugendstilhaus Große Ulrichstraße 33

Jugendstilhaus Große Ulrichstraße 33
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Ein schönes, restauriertes Haus. Es steht an der Ecke zum Universitätsring zwischen der großen und der kleinen Ulrichstraße. Ganz in der Nähe befand sich einst das Ulrichstor.

Landgericht am Hansering

Landgericht am Hansering. Die Fassade wurde komplett restauriert.
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Landgericht, Hansering 13

Moritzburg

Die Moritzburg, Nordflügel; Blick vom Eingang des Tschernyschewski-Hauses aus
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Prachtvolles Gebäude im Innenhof der Moritzburg
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Die Moritzburg - innen und außen.

Burg Giebichenstein (Oberburg)

Ruine der Burg Giebichenstein, von der Giebichensteinbrücke aus gesehen
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Grundmauern der Burganlage
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Detailansicht: Beschriftete Abbildung

Schematische Darstellung der Oberburg mit Wohnturm, Burgkapelle, Torturm, Palas und Südturm
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Burg Giebichenstein (Oberburg). Das Bild in der Mitte wurde von der Spitze des Torturms aus aufgenommen und gibt einen guten Überblick über die Anlage.

Am Torturm steht ein Informationsschild: "Dieser gotische Turm, der heute die Dominante der einstigen Randhausburg bildet, wurde im 15. Jhd. errichtet. Sein schmaler Durchgang, der den Zutritt zum Burghof ermöglicht, gehörte bereits einem Vorgängerbau an, dessen Fundamente man 1999 freilegte. Jenes direkt auf dem Felsen gegründete massive Torhaus lässt sich nach Bauart und Ausführung der Romanik zuweisen und ist in das zu Ende gehende 12. oder beginnende 13. Jhd. einzuordnen. Somit handelt es sich hierbei wohl um den ältesten Teil der mittelalterlichen Burg Giebichenstein. Aufgrund seiner gewaltigen Mauerstärke ist das alte Tor als turmartiges Gebäude zu rekonstruieren. Wegen des nach Süden steil abfallenden Felsens traten im südlichen Bereich des mächtigen Torbaues schließlich Stabilitätsprobleme auf, die dann auch zu seinem Abbruch führten. Teile des Fundamentes samt dem Gewöbedurchgang nutzte man im ausgehenden Mittelalter als Grundlage für den Aufbau des neuen Torturms, während die übrigen Fundamentreste verfüllt und mittels Aufschüttung eingeebnet wurden."

Dorfkirche St. Nikolaus (Böllberg)

Altar
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Lutherdarstellung
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Kanzel
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steinernes Taufbecken
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Deckenmalerei
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freistehender Glockenturm, die Glocke wird mechanisch über ein Seil geläutet
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Gesamtansicht
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St. Nikolaus an der Straße der Romanik. Eine alte romanische Dorfkirche, deren Kapelle erstmals 1291 als Dorfkapelle einer slawischen Fischereisiedlung erwähnt wurde. Namensgeber ist der Patron der Fischer und Helfer bei Hochwassernot, St. Nikolaus. Die Kapelle war dem Glauchaer Nonnenkloster St. Georgen unterstellt und erhielt 1307 den Status einer selbstständigen Pfarrkirche. Der kelchförmige Taufstein ist der älteste Gegenstand in der Kirche. Nahezu einzigartig ist die spätgotische Deckenmalerei: Jedes Brett wurde mit einem unterschiedlichen Schablonenmuster bemalt. Altar, Kanzel, Kruzifix, Gestühl und holzgeschnitztes Lutherportrait (1657) stammen aus der Spätrenaissance. Der freistehende Glockenturm wurde 1983 errichtet. Die Glocke wird übrigens nicht (wie in vielen heutigen Kirchen) elektrisch, sondern über ein Seil bedient.
Vielen Dank an Frau Lamprecht für die Erläuterungen zur Geschichte der Kirche!

Spuren des zweiten Weltkrieges

Karte der Bahnhofsumgebung. Die hier genannten Gebäude sind blau eingezeichnet.
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Innenhof Freiimfelder Str. 1: Von Einschusslöchern umgebenes Fenster
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Delitzscher Str. 25: Durchsiebtes Hauseck
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Delitzscher Str. 32: Durchlöcherte Fassade
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Alter Wasserturm am Hauptbahnhof
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Timberwolf-Denkmal am Steintor. Gegenwärtig mit Grafitti beschmiert.
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Ein historischer Ort zur Rettung der Stadt Halle. Hier trafen am 16. April 1945 gegen 17 Uhr Felix Graf von Luckner und Major a.D. Karl Huhold -engagierte Bürger der Stadt Halle- auf die amerikanischen Kriegsberichterstatter Al Newman (Newsweek) und G. K. Hodenfield (Stars & Stripes)
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[de] Spuren des zweiten Weltkrieges in Halle. Weil viele Gebäude im Osten von Halle seit dem zweiten Weltkrieg leer stehen, wurden auch ihre Fassaden nie instandgesetzt. Das Ergebnis ist eine Art Zeitreise: In der Delitzscher Str. nahe dem Hauptbahnhof finden sich zahlreiche gut erhaltene Einschusslöcher aus dem Jahr 1945. Auch hoelle-saale.de berichtet über die Einschusslöcher. Die Behauptung des Artikels: "Haus für Haus hat sich die 69. amerikanische Infanterie-Division damals in Richtung Hauptbahnhof vorgekämpft" ist nach Auskunft von Joe Lipsius, Webmaster von www.69th-infantry-division.com, aber nicht richtig: Die 69. US-Division war nicht an den Kämpfen um Halle beteiligt, sondern drang weiter südlich vor und besetzte Leipzig. Halle hingegen wurde im April 1945 von der 104. US-Division "Timberwolf" befreit. Eine entsprechende Gedenktafel steht seit 2000 am Steintor.

Die Inschrift der Tafel lautet: "Zum Gedenken an die 104. US Infantterie-Division Timberwolf, die im April 1945 durch umsichtiges Vorgehen unsere Stadt vor der völligen Zerstörung durch ein Bombardement bewahrte."

Leider wurde diese Gedenktafel mit Grafitti beschmiert.

Ein zweiter Gedenkstein steht gut versteckt auf dem Grundstück Carl-Robert-Straße 18. Seine Inschrift lautet:

"Ein historischer Ort zur Rettung der Stadt Halle. Hier trafen am 16. April 1945 gegen 17 Uhr Felix Graf von Luckner und Major a.D. Karl Huhold -engagierte Bürger der Stadt Halle- auf die amerikanischen Kriegsberichterstatter Al Newman ("Newsweek") und G. K. Hodenfield ("Stars & Stripes"), freiwillige Abgesandte der 104. Infanteriedivision ("Timberwolf"). In Folge der anschließenden Verhandlung mit Major General Terry de la Mesa Allen, Colonel Gerald C. Kelleher und anderen wurde ein bereits befohlenes Bombardement unserer Stadt verschoben und letztlich verhindert. Halle (Saale), am 16. April 2002"

[en] Traces of World War II in Halle (Saale). Because many buildings in the easter district of Halle are unused since the end of World War II, the facades have never been repaired. Thus, many well-preserved bulletholes can still be found along Delitzscher street near central station. The map above shows the location of the more prominent buildings (blue dots). Contrary to what an article on the german website hoelle-saale.de says, the 69th infantry division was not involved in the fightings around Halle. Instead, Halle was liberated by the 104th infantry division. A memorial commemorating the liberation of Halle by the 104th US infantry division was erected in 2000 near Steintor square.

The inscription says: "To the memory of the 104. US infantry division Timberwolf, which by prudent action saved our city from complete destruction by bombardment in April 1945"

Unfortunately, it has been vandalized by grafitti.

Another memorial is located at the site Carl Robert street 18. Its inscription says:

"A historic site for the rescue of Halle. At this place, on April 16th 1945 the engaged citicens of Halle Count Felix von Luckner and retired Major Karl Huhold met war correspondents Al Newman (Newsweek) and G. K. Hodenfield (Stars & Stripes), both volunteer emissaries from the 104th infantry division "timberwolf". In consequence of the following negotiation with Major General Terry de la Mesa Allen, Colonel Gerald C. Kelleher and others, an already ordered bombardement of our city was delayed and finally cancelled. Halle (Saale) on April 16th 2002"

Special thanks to Joe Lipsius from www.69th-infantry-division.com for supplying me with information about the route the 69th division took across Germany.

Halle, die "graue Diva" - das häßliche Gesicht Halles

Wie bereits oben erwähnt wurde: Der Bauzustand hat sich insgesamt, seit ich 1999 hergezogen bin, verbessert. Aber trotzdem gibt es viel zu viele Ruinen in Halle. Um Menschen von außerhalb einen Eindruck der hiesigen Zustände zu vermitteln, hier nun die Galerie der Hallenser Trümmerrealität:

Die Bildgalerie

Zinksgartenstr. 1: Leerstand, verfällt
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Große Steinstr. 23: Leerstand, verfällt
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Neunhäuser Str., hinter dem Galeria Kaufhof: Leerstand, verfällt
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Große Märkerstr. 5: Leerstand, verfällt
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Kleine Märkerstr. 7b: Mit Zeitungspapier verzierter Hauseingang
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Jägergasse
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Mühlpforte 5
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Kino La Bim am Töpferplan
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Ludwig-Wucherer-Str. 15: Leerstand, verfällt
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Ludwig-Wucherer-Str. 5: Leerstand, verfällt
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Große Märkerstr. 3: mit Grafitti beschmierte Wand
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Universitätsplatz
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Hinweis: Den Standort des jeweiligen Gebäudes erfährt man, indem man mit der Maus über das jeweilige Bild fährt.

Lesenswerte Bücher

Volker Herrmann, Oliver Specht: Die Stadt Halle - vom karolingischen Grenzkastell zur spätmittelalterlichen Bürgerstadt; Heft 5/2006, Herausgeber Harald Meller

Vom Schlamm zum Händelviertel- Ein hallesches Altstadtviertel im Wandel der Zeit; herausgegeben von der Frankonia GmbH & Co. KG, Fliegenkopf Verlag

ökumenischer Kirchenführer Halle (Saale); Text: Christina Seidel, Foto: Klaus-Peter Röder, DVZ Verlags GmbH

Ernst Ludwig Bock: Übergabe oder Vernichtung - eine Dokumentation zur Befreiung der Stadt Halle im April 1945; Fliegenkopf Verlag